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Schutz und Stabilität für die Knochen:
So beugen Sie Osteoporose vor.


Die Knochen geben uns Halt und Kraft. Aber die Knochen verändern sich. Jeder von ihnen unterliegt permanenten Stoffwechselprozessen: Aufbauzellen lagern Kalzium- und Phosphatkristalle im Knocheninneren an, Fresszellen bauen Substanz ab. In der Kindheit sind die Aufbauzellen aktiver, das Skelett bleibt stabil. Ungefähr ab dem 40. Lebensjahr gewinnen jedoch die Fresszellen die Oberhand. Die Knochen verlieren allmählich an Masse und Festigkeit.

Bei einer Osteoporose, was so viel heißt wie „poröser Knochen", ist dieser normale Alterungsprozess krankhaft beschleunigt. Die Knochen werden instabil und brechen leicht. Typisch sind Oberschenkelhals- und Handgelenksfrakturen sowie Wirbelverletzungen. Weitere gesundheitliche Folgen sind Staturverformungen wie ein verkürzter Rumpf oder der so genannte „Witwenbuckel". Diese Probleme bewirken häufig weitere Beschwerden wie chronische Muskelverspannungen, Rückenschmerzen und eine eingeschränkte Beweglichkeit.

Leidtragende sind vor allem Frauen. Jede dritte Bundesbürgerin über 50 Jahre bekommt eine Osteoporose, schätzen Experten. Die häufigste Ursache ist der zu Beginn der Wechseljahre einsetzende Östrogenmangel. Dieses weibliche Geschlechtshormon ist mitverantwortlich, Kalzium im Knochen einzulagern. Allerdings erkranken auch immer mehr Männer. Bei ihnen stoppt die Produktion des für den Knochenaufbau bedeutsamen Sexualhormons Testosteron zwar nicht so abrupt wie im weiblichen Körper. Doch auch sie können – etwa aufgrund einer anderen Erkrankung, Fehlernährung oder Bewegungsmangel – eine Osteoporose bekommen. Inzwischen ist der schleichende Knochenschwund fast zu einer Volkskrankheit geworden. Allein in Deutschland sind wahrscheinlich an die sechs Millionen Menschen betroffen, Tendenz steigend.

Was genau die Knochenkrankheit verursacht, ist noch nicht vollends geklärt. Sicher ist jedoch, dass meistens verschiedene, miteinander verknüpfte Auslöser wirken.

Als Risikofaktoren gelten:
  • die Einnahme von hoch dosiertem Kortison länger als sechs Monate.
  • entzündliche rheumatische Erkrankungen.
  • eine Organtransplantation
  • chronische Darmkrankheiten wie Morbus Crohn
  • eine Nebenschilddrüsenüberfunktion
  • längerfristige mangelhafte oder einseitige Ernährung, z.B. bei Essstörungen wie Magersucht und Brechsucht
  • monatelange Bettlägerigkeit
  • monatelange Bettlägerigkeit
  • Alkoholmissbrauch, übermäßiger Nikotinkonsum
  • eine schmale Statur, geringes Körpergewicht
  • familiäre Vorbelastungen, etwa bereits erkrankte Großeltern oder Eltern
  • ein niedriger Östrogenspiegel bei Frauen
Wer von einem oder mehreren dieser Faktoren betroffen ist, erkrankt nicht unweigerlich. Er sollte die mögliche Gefahr aber auch nicht ignorieren. Das bedeutet, rechtzeitig fachlichen Rat einzuholen. Wer zum Beispiel bereits einen oder mehrere Knochenbrüche aus geringfügigem Anlass hatte, sollte sich auf Osteoporose testen lassen. Gleiches empfiehlt sich für Personen, die um mehr als vier Zentimeter kleiner geworden sind.

Für ein stabileres Skelett im Alter kann auch jeder selbst etwas tun, am besten bereits in jungen Jahren. Eine ausgewogene Ernährung beugt Osteoporose vor. Besonders wichtig ist der Knochenbaustoff Kalzium. Das Mineral steckt zum Beispiel in Milch und Milchprodukten. Auch Mineralwassersorten ab 300 mg Ca/Liter sind Quellen. Zusätzlich bessern Kalziumpräparate die Versorgung. Ebenfalls unerlässlich ist Vitamin D. Es fördert den Knochenstoffwechsel und regelt die Kalziumaufnahme. Gute Lieferanten sind Seefische. Bei ausreichender Sonneneinwirkung kann der Organismus den Biostoff zudem selbst bilden. Sonnenlicht in vernünftigen Maßen stärkt also die Knochen. Schließlich sorgt auch ausreichend Bewegung für ein stabiles Skelett, da sie den Knochenstoffwechsel anregt.

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