|
Der Säure-Basen-Haushalt.
Für den reibungslosen Ablauf der Stoffwechselvorgänge im Körper müssen
Säuren und Basen im Gleichgewicht liegen. Das ist entscheidend für die
Struktur und Funktion von Eiweißen, die Durchlässigkeit von Zellwänden
oder Prozessen im Bindegewebe. Zudem sollten die Werte der
Körperflüssigkeiten möglichst konstant sein.
Die Flüssigkeiten in unserem Körper sind unterschiedlich stark sauer oder basisch. Das Einteilungsmerkmal ist der pH-Wert: Säuren besitzen einen pH-Wert bis 7, Basen von 7 bis 14. Die stärkste Säure im Körper ist die Magensäure mit einem pH-Wert von 1,2 bis 3. Das Blut ist dagegen mit einem pH-Wert zwischen 7,37 und 7,43 (im Mittel 7,40) fast neutral bis leicht basisch. Dieser konstante Wert ist entscheidend für die Aufrechterhaltung der verschiedenen Vorgänge im Körper und damit der Lebensfähigkeit. Stärkere Veränderungen können lebensbedrohlich sein. Über mehrere Mechanismen kann der Organismus den Säure-Basen-Haushalt konstant halten:
Einige Ernährungsfachleute sind der Ansicht, eine chronische Übersäuerung könne auf Dauer krank machen. So sollen Erkrankungen wie Migräne, Rheuma, Krebs, Herzinfarkt und Diabetes mellitus, Psychosen und Neurosen immer von einem Abrutschen des Organismus ins saure Milieu begleitet sein. Da eine chronische Stoffwechselübersäuerung unter anderem durch eine falsche, unausgewogene Ernährung entstehe, empfehlen sie, ausreichend basische und neutrale und wenig saure Lebensmittel auf den täglichen Speiseplan zu setzen.
Wer seinen Säure-Basen-Haushalt prüfen möchte, kann mit speziellen Teststreifen aus der Apotheke seinen Urin-pH-Wert messen. Liegt er im Schnitt um pH 7 oder höher, ist wahrscheinlich alles in Ordnung. Liegt er größtenteils unter 6,5, könnte die Säurebelastung zu hoch sein. Bei Verdacht auf Übersäuerung sollten Sie auf jeden Fall mit Ihrem Arzt sprechen. Seitenanfang |
|
|||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||