Bei dem Wort „Stress“ denken viele an einen engen Terminkalender und
hohe Belastungen am Arbeitsplatz. Aber auch das Privatleben kann Stress
bereiten, wenn zu viele Aufgaben uns fordern. Verletzungen,
Krankheiten, Vergiftungen oder Operationen bereiten dem Körper
ebenfalls Stress.
Aber was versteht man eigentlich unter Stress? Stress ist ein Erbe
aus der Frühzeit der Menschheit. In bedrohlichen Situationen schüttet
der Körper Adrenalin und andere Hormone aus. Der Pulsschlag erhöht
sich, der Mensch mobilisiert Energien, um schnell aus der Gefahrenzone
flüchten zu können.
Es gibt natürlich auch heute Situationen, in denen wir mehr Energie und
Kreativität mobilisieren müssen, ohne uns zu überfordern. Dann wirkt
„Stress“ positiv auf die Leistungsfähigkeit.
Erst wenn Stress dauerhaft auftritt, können negative Folgen für die
Gesundheit entstehen. Erschöpfungsgefühle, Desinteresse,
Schlaflosigkeit oder Müdigkeit sind einige Folgen der Daueranspannung.
Hinzu kommen nicht selten Bluthochdruck, Herzrasen und eine Vielzahl
von weiteren körperlichen Symptomen, zum Beispiel Verdauungsstörungen
und Kopfschmerzen.
Stress – was tun?
Wenn Sie das Gefühl haben, dass Stress Sie dauerhaft belastet und
zu körperlichen Symptomen führt, müssen Sie selbst aktiv werden.
- Überprüfen Sie Ihre Leistungsansprüche: Negativer Stress ist oft
hausgemacht. Die Ursachen sind zu hohe Ansprüche an sich selbst: Sie
können nicht für alle Projekte in Ihrem Beruf verantwortlich sein. Auch
in Ihrer Freizeit müssen nicht immer Sie „der Organisator“ sein.
- Teilen Sie die Aufgaben: Welche Pflichten könnte der Partner
übernehmen? Welche Projekte im Beruf können Sie weitergeben? Vielleicht
können Sie manche Aufgaben ganz weglassen?
- Bewerten Sie Probleme nicht über: Die Welt geht nicht unter, wenn
Sie diese oder jene Aufgabe nicht übernehmen. Lassen Sie auch einmal
„Fünf gerade sein“.
- Sport hilft gegen negativen Stress: Wer sich anstrengt, gewinnt
Distanz zu den Problemen. Laufen, Schwimmen, Tennis: Suchen Sie sich
etwas, das Ihnen Spaß macht – schließlich soll der Sport nicht
zusätzlich Stress erzeugen.
- Planen Sie bewusst Ruhepausen ein. Spaziergänge, ein gutes Buch, ein Kinofilm: Gönnen Sie sich den Abstand!
Wenn diese Maßnahmen auf Dauer nicht ganz deutlich zu Ihrer Entspannung
beitragen und Sie sich noch immer „gestresst“ fühlen, sollten Sie Ihren
Arzt um Rat fragen.
Seitenanfang