Impfungen aktivieren das menschliche Abwehrsystem, damit es bei dem
Kontakt mit einem Krankheitserreger schnell reagiert. Ärzte bezeichnen
sie daher auch als „aktive Immunisierung“. Verschiedene Arten von
Impfstoffen stehen zur Verfügung:
- Lebend-Impfstoffe enthalten Viren oder Bakterien, die sich im
Körper weiter vermehren. Sie wurden aber vorher im Labor so verändert,
dass sie einen gesunden Menschen nicht mehr krank machen können. Für
Patienten mit einer Immunschwäche sind die meisten der
Lebend-Impfstoffe jedoch nicht geeignet. Die Präparate für die
kombinierte Masern-Mumps-Röteln-Impfung gehören zum Beispiel in diese
Gruppe.
- Inaktivierte Impfstoffe enthalten die Erreger oder auch nur einige
Bestandteile davon in einer Form, die sich nicht weiter vermehren kann.
Ein Beispiel für diese Gruppe sind die Präparate für die
Grippe-Impfungen. Sie heißen auch „Tot-Impfstoffe“.
Wichtig ist: Auch Erwachsene sollten sich gegen Kinderkrankheiten wie
Masern, Mumps und Röteln impfen lassen, wenn sie diese noch nicht
durchgemacht haben. Oft verlaufen sie besonders schlimm, wenn man sie
erst im Erwachsenenalter bekommt. Für diese Impfungen gibt es also
keine Altersgrenze. Jeder, der nicht geschützt ist, kann sich anstecken!
Viele Menschen fragen sich außerdem: Ist es nicht besser,
Kinderkrankheiten durchzumachen, und das Immunsystem dadurch zu
stärken, als gegen die Krankheiten zu impfen? Eine Impfung macht aber
genau das: Sie aktiviert das Abwehrsystem gegen den entsprechenden
Erreger – aber ohne die negativen Folgen und vor allem ohne die
möglichen Komplikationen der Erkrankung. Eine Impfung schützt indirekt
auch die Nichtgeimpften, weil der Geimpfte seine Umgebung in der Regel
nicht ansteckt. Sie hat also alle Vorteile auf ihrer Seite.
Seitenanfang