Asthma ist eine der häufigsten chronischen Erkrankungen – im Kindesalter sogar die häufigste: Rund zehn Prozent aller Jungen und Mädchen leiden darunter. Und es werden immer mehr. Möglicherweise können unsere Lebensgewohnheiten, die Umweltverschmutzung oder neue Viren die Ausbreitung mit verursachen.
Asthmakranke haben ein überempfindliches Bronchialsystem. Bestimmte Reize führen dazu, dass sich die feinen Verästelungen des Atemsystems krampfartig zusammenziehen. Außerdem ist die Schleimhaut chronisch entzündet und bildet einen zähen Schleim. Die Folge: Anfallsweise leiden die Betroffenen unter Atemnot – das kann nur wenige Sekunden dauern, manchmal aber auch länger anhalten, mitunter sogar mehrere Stunden.
Besonders wichtig für Asthmakranke ist, an einer Patientenschulung teilzunehmen. Auch Lehrer und die Eltern eines asthmakranken Kindes sollten diese besuchen. Sie lernen darin, die Warnzeichen eines Asthmaanfalls zu erkennen und richtig darauf zu reagieren. Schulungen bieten viele Arztpraxen, aber auch Krankenhäuser und Selbsthilfegruppen an.
Fünf Regeln helfen Patienten dabei, ihre Krankheit besser in den Griff zu bekommen:
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Bitten Sie Ihren Arzt um einen schriftlichen Behandlungsplan – er sollte Ihren persönlichen Tagesablauf berücksichtigen und die Risikostoffe nennen, die Sie unbedingt meiden sollten. |
| 2. |
Setzen Sie nie die verschriebenen Medikamente ab, ohne vorher Ihren behandelnden Arzt zu fragen. |
| 3. |
Meiden Sie alle Umstände, die nach Ihrer bisherigen Situation die asthmatischen Beschwerden verstärken. |
| 4. |
Sie sollten die eigenen Anzeichen erkennen können, die nach Ihren bisherigen Erfahrungen einen Asthmaanfall erwarten lassen. Solche Anzeichen können zum Beispiel Husten, Engegefühl oder keuchende Atmung sein. |
| 5. |
Lernen Sie, wie Sie sich in einem Asthmaanfall verhalten. Sie und Ihre Angehörigen sollten nach einem von Ihrem Arzt erstellten individuellen Notfallplan handeln, aus dem klar und eindeutig hervorgeht, in welcher Reihenfolge und in welchem Umfang welche Notfall-Medikamente einzunehmen sind. Wenn trotz der Anwendung der Medikamente die Atemnot bestehen bleibt, rufen Sie umgehend einen Rettungswagen mit einem Notarzt, notieren Sie deswegen die Notfallnummer in Ihrer Region! |
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