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Geschwüre:
Wunden im Magen-Darm-Trakt.


Der Volksmund sagt „Magengeschwür“. In Wirklichkeit entstehen die häufigsten Geschwüre des Magen-Darmtraktes jedoch im Zwölffingerdarm. Ein Geschwür ist eine Wunde, die nicht nur die oberen Gewebeschichten der Schleimhaut betrifft, sondern tiefer geht. Sie kann verschiedene Beschwerden auslösen. Es gibt jedoch keine Beschwerden, die ein Magengeschwür eindeutig erkennen lassen. Vor allem die Unterscheidung zum Zwölffingerdarm-Geschwür ist an Hand der Symptome oft schwierig.

Meist klagen Patienten über Oberbauchschmerzen mit Ausstrahlung zu Unterbauch, Brustbein und seltener zum Rücken. Nahrungsaufnahme kann sowohl die Beschwerden steigern oder auch reduzieren. Übelkeit und Erbrechen sind eher unspezifische Anhaltspunkte, die genau wie Gewichtsverlust oder Unverträglichkeit bestimmter Nahrungsmittel auftreten können. Geschwüre können zunächst jedoch auch keine Beschwerden verursachen. Experten schätzen, dass rund ein Drittel von ihnen „stumm“ sind.

Geschwüre bilden sich, wenn ein Ungleichgewicht von Magen schützenden Substanzen und aggressiven Substanzen, die zur erhöhten Ausschüttung von Magensäure führen, besteht. Das ist auch der Fall, wenn der Magen mit dem Bakterium Helicobacter pylori infiziert ist. Allerdings bekommt nicht jeder, in dessen Magen das Bakterium lebt, ein Geschwür. Auf der anderen Seite sind nicht alle Patienten mit Geschwüren Bakterienträger.

Ein Faktor, der die Schleimhaut zusätzlich belastet, ist zum Beispiel das Rauchen. Besonders gefährdet, ein Magen- oder Zwölffingerdarmgeschwür zu entwickeln, sind außerdem Patienten, die regelmäßig Schmerz- und entzündungshemmende Medikamente einnehmen müssen.

Eine moderne Therapie des Magen- oder Zwölffingerdarmgeschwürs setzt an mehreren Punkten an: Wird das Bakterium Helicobacter pylori bei einem Magengeschwür nachgewiesen, kann es durch Antibiotika bekämpft werden. Zusätzlich bekommt der Betroffene ein Medikament, das die Magensäure reduziert. Außerdem sollte er in seinem Alltag Faktoren meiden, die den Magen belasten, zum Beispiel sollte er das Rauchen aufgeben. Viele Ärzte empfehlen außerdem, den Genuss von Kaffee, schwarzem Tee, Cola und Alkohol einzuschränken.

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