Die Erkrankung „Depression“ betrifft den gesamten Menschen. Sie hat nichts zu tun mit einer „Miss-Stimmung“ oder einfachem „Schlecht-Drauf-Sein“. Wer depressiv ist, erlebt eine Veränderung seines Erlebens und seiner Gefühle. Er ist traurig, lust- und hoffnungslos und verliert das Interesse an seiner Umwelt. Die Erkrankung verändert außerdem das Denken des Patienten: Katastrophengedanken, negative Verallgemeinerungen, Selbstvorwürfe und der Zwang zu grübeln beherrschen ihn. Das veränderte Fühlen und Denken beeinflusst schließlich das Verhalten: Der Depressive zieht sich von seinen sozialen Kontakten zurück und wird inaktiv.
Es kommt vor, dass der Patient nicht die Kraft findet, morgens aufzustehen, sondern den ganzen Tag grübelnd im Bett verbringt. Auch die Körperfunktionen werden von der Krankheit beeinflusst. Der Betroffene ist nervös, kann sich nicht konzentrieren und hat Gedächtnisstörungen. Typisch ist auch, dass ein unter Depressionen leidender Patient schlecht schläft. Die Erkrankung verändert also das ganze Leben des Menschen und bezieht auch seine Umwelt mit ein. Im Extremfall kann sie Selbstmordgedanken auslösen.
Depression – was tun?
Wer hartnäckig unter einer depressiven Verstimmung leidet, sollte sich an seinen Hausarzt wenden. Familie, Verwandte oder Freunde sind mit der Betreuung eines an Depressionen erkrankten Patienten meist überfordert. Häufig bestehen auch Vorurteile wie „er will nur nicht“ oder „man muss sich zusammenreißen“. Der Arzt wird zuerst mögliche körperliche Ursachen der Erkrankung ausschließen beziehungsweise behandeln. Wenn sich körperliche Ursachen nicht finden lassen, hat sich die Kombination aus Arzneimittel- und Psychotherapie für die Behandlung bewährt. Er kann die weiteren Maßnahmen einleiten und die Behandlung koordinieren. Meistens verweist er an die geeigneten Fachärzte und Ansprechpartner für die medikamentöse und die Psychotherapie.
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