Die Menisken sind Knorpelscheiben, die im Knie für eine Verteilung des Drucks sorgen, Stoßbewegungen abpuffern und dem Gelenk Führung verleihen. Die hohe Belastung der Menisken kann auf Dauer zu einem Verschleiß führen – dabei bilden sich Risse und Ausfransungen in den Knorpelscheiben. Außerdem kann eine starke Drehbewegung bei gleichzeitiger Belastung des Gelenkes zu einem Einriss der Menisken führen.
Hat der Arzt nach einer detaillierten Befragung des Patienten, einer körperlichen Untersuchung und gegebenenfalls weiteren technischen Untersuchungen die Diagnose Meniskusschaden gestellt, folgt in den meisten Fällen eine so genannte Arthroskopie, eine Gelenkspiegelung bei welcher der Arzt das Innere des Knies beurteilen und gleichzeitig den verletzen Meniskus behandeln kann.
Bei der Arthroskopie wird durch einen rund vier Millimeter langen Hautschnitt eine etwa bleistiftdicke Sonde in das Gelenk vorgeschoben. Eine Kamera überträgt die Bilder aus dem Gelenkinneren auf einen Bildschirm. Über einen zweiten ebenso kleinen Zugang kann der Arzt weitere Instrumente ins Gelenk einführen und damit abgerissene Knorpelstücke entfernen und die notwendigen Reparaturen an den Menisken vornehmen.
Jeder eingerissene oder zerfaserte Meniskus sollte behandelt werden. Dabei spielt es keine Rolle, ob ein einmaliger Unfall den Schaden verursacht hat oder der Meniskus langsam abgenutzt wurde. Ein verletzter Meniskus wirkt im Kniegelenk wie „Sand im Getriebe“. Der Gelenkknorpel wird durch ihn vorzeitig abgenutzt. Selbst wenn der Meniskusschaden aktuell keine erhebliche Einschränkung bedeutet: Der Schaden kommt auf jeden Fall und zwar in Form eines vorzeitigen Gelenkverschleißes.
Die wichtigste Maxime bei der Behandlung lautet: Meniskus erhalten! Die beiden Menisken im Knie dämpfen Erschütterungen und entlasten so das Gelenk. Außerdem haben sie wichtige Funktionen bei der Ernährung des Knorpels und sind neben den Kreuz- und Seitenbändern wichtig für die Stabilität im Gelenk. Schon Ende der 40er Jahre konnten Studien daher zeigen, dass Kniegelenke ohne Menisken erheblich schneller verschleißen als solche mit intakten Menisken. Dabei gilt die Regel: Je weniger Meniskusgewebe vorhanden ist, umso stärker ist der Verschleiß. Daher versuchen Ärzte bei jeder Knieoperation, so viel von den Menisken zu erhalten wie möglich. Neue Techniken und neue Nahtmaterialien helfen dem Operateur dabei. Die Gefahr eines frühen Verschleißes im Gelenk wird so erheblich geringer.
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