Die Tendenz ist ungebrochen: Allergien sind weiter auf dem Vormarsch. Der Ärzteverband Deutscher Allergologen (ÄDA) schätzt, dass jeder dritte Deutsche auf Pollen, Hausstaub, Tierhaare oder eine andere Substanz reagiert – und es werden immer mehr.
Was Ärzte und Apotheker besonders alarmiert: Ohne ausreichende Therapie erkranken 40 Prozent der Heuschnupfenpatienten an Asthma, das oft lebenslang bestehen bleibt und hohe Folgekosten verursacht. Hinweise auf eine mögliche Überempfindlichkeit sollte man ernst nehmen und den Hausarzt oder einen Allergologen aufsuchen. Dieser ermittelt mit Hilfe spezieller Testverfahren, gegen welche Substanzen der Körper allergisch reagiert.
Besonders wichtig ist dies bei einer Allergie auf Nahrungsmittel oder Insektengifte. Laut ÄDA besteht bei mehr als zwei Millionen Menschen in Deutschland die Gefahr, dass sie nach dem Stich einer Wespe oder Biene an einem Allergieschock sterben.
Tipps bei Heuschnupfen
- abends Haare waschen, damit keine Pollen mehr in den Haaren sind
- während der Pollenflugzeit Fenster geschlossen halten
- wenn man von draußen in die Wohnung geht, Kleider wechseln
- Urlaub in der Hauptflugzeit des betreffenden Pollens buchen: Inseln oder Hochgebirge gelten als pollenarme Gebiete
- Pollenfilter in die Lüftung des Autos einbauen lassen
- Raumluftfilter einbauen lassen
Hausstauballergie (Milbenallergie)
- glatte Oberflächen schaffen (Leder statt Polster, Laminat oder Parkett statt Teppich) und diese mindestens jeden zweiten Tag feucht wischen
- Staubsauger mit Filtersystem verwenden
- milbendichte Überzüge für Matratze, Bettdecke und Kopfkissen verwenden
- Waschen bei 60 Grad tötet Milben und beseitigt den Allergie auslösenden Milbenkot aus der Bettwäsche und der Kleidung.
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